Basis- Curriculum gesamt
Das Basis-Curriculum dient dazu, dass Sie alle von der ISST geforderten schematherapeutischen Kernkompetenzen erwerben können. Das Curriculum umfasst insgesamt 60 Unterrichtseinheiten.
Preis: 1364 € (siehe AGB)
Basis-Curriculum 2026
Workshop 1: Einführung in die Schematherapie - Theoretische Grundlagen und erste praktische Anwendung (12 UE)
Termin: 6. - 7. März 2026
Freitag: 16:00 - 20:10 Uhr
Samstag: 9:00 - 15:30 Uhr
Dozentin: Dr. Andrea Keller
Preis: 310 €
Workshop 2: Modusmodell und innere Dialoge - Schwerpunkt Stuhldialoge (12 UE)
Termin: 17.-18. April 2026
Freitag: 16:00 - 20:10 Uhr
Samstag: 9:00 - 15:30 Uhr
Dozent: Dr. Bastian Willenborg
Preis: 310 €
Workshop 3: Praxis der Schematherapie - Schwerpunkt Imagination und Arbeit mit der therapeutischen Beziehung (12 UE)
Termin: 26.-27. Juni 2026
Freitag: 16:00 - 20:10 Uhr
Samstag: 9:00 - 15:30 Uhr
Dozentin: Dr. Dorothee Halcour
Preis: 310 €
Termine des Basis-Curriculums 2025
Workshop 4: Fallkonzeptualisierung und Anwendung des Schemamodusmodells / Umgang mit emotional gehemmten und vermeidenden Patient:innen
(12 UE)
Termin: 4.-5. September 2026
Freitag: 16:00 - 20:10 Uhr
Samstag: 9:00 - 15:30 Uhr
Dozentin: Dipl. Psych. Corinna Glausch
Preis: 310 €
Workshop 5: Schwierige Therapiesituationen in der Schematherapie
(12 UE)
Termin: 06.-07. November 2026
Freitag: 16:00 - 20:10 Uhr
Samstag: 9:00 - 15:30 Uhr
Dozentin: Dr. Andrea Keller
Preis: 310 €
Selbsterfahrung 2026
Termin: 27.-28. November 2026
Freitag: 16:00 - 20:10 Uhr
Samstag: 9:00 - 15:30 Uhr
Leiterin des Workshops: Corinna Glausch
Preis: 360 €
Die Anzahl der Teilnehmer:innen ist auf 6 Personen beschränkt. Vorrang haben diejenigen, die schon mehrere Workshops besucht haben.
Inhalte
Workshop 1
Es wird ein Überblick in das schematherapeutische Störungsmodell, die Diagnostik und die therapeutische Haltung gegeben. Sie erlangen Sicherheit beim Identifizieren von unerfüllten Bedürfnissen, Schemata und Modi. Die Arbeitsweise in der Schematherapie mit Hilfe von emotionsfokussierenden, kognitiven und verhaltensorientierten Techniken wird demonstriert. Der Einführungskurs stellt die Grundlage dar für die weitere Teilnahme am Basiscurriculum Schematherapie.
Workshop 2
In diesem Kurs kann Sicherheit im Umgang mit aktuellen „Zuständen“ von Pat. erlangt werden wie z.B. mit abweisendem Verhalten. Die Zuordnung dieser Zustände in ein Modusmodell macht es sowohl für Therapeut:innen als auch für Patient:innen überschaubar, welche Funktion ein Verhalten hat und wie es durch empathische Konfrontation und den Einsatz von Stuhldialogen verändert werden kann. Emotionen können so stärker erlebt und verstanden, Hindernisse erkannt und neue Wege und gesunde Lösungen aufgezeigt bzw. erprobt werden.
Workshop 3
In der schematherapeutischen Imagination können Patient:innen die begrenzte elterliche Fürsorge erleben und im Schutz der Sicherheit vermittelnden Therapeut:in strafende Anteile begrenzen. Im Workshop wird das Imaginative Überschreiben (Imagery Rescripting) geübt mit dem Ziel, den Einfluss von belastenden Erinnerungen auf heutiges Erleben zu verändern. Hierbei ist die Gestaltung der therapeutischen Beziehung in Abhängigkeit von unerfüllten zentralen kindlichen Bedürfnissen wichtig und kann im Workshop erprobt werden.
Workshop 4
Das von der internationalen Schematherapiegesellschaft ISST entwickelte Fallkonzept wird in diesem Workshop vorgestellt. Anhand von Beispielfällen und/oder eigenen Fallbeispielen mit emotional gehemmtem oder vermeidendem Verhalten werden Fallkonzeptualisierungen, d.h. die Erfassung von Störungsbereichen, Symptomen, unerfüllten frühen Grundbedürfnissen, Schemata, Kindmodi, dysfunktionalen Elternmodi, dysfunktionalen Bewältigungsmodi und gesunden Modi systematisch durchgeführt. Hiermit ist die Grundlage für ein strukturiertes therapeutisches Vorgehen geschaffen – Patient:innen können umfassend verstanden und therapeutische Prozesse logisch abgeleitet werden. Für die Zertifizierung durch die ISST als Schematherapeut:in muss ein solches Fallkonzept gemeinsam mit einem Video einer Behandlungsstunde erstellt und eingereicht werden.
Workshop 5
Der Umgang mit Patient:innen, die die Therapie oder Therapeut:innen entwerten, mit aggressiven, impulsiven oder sich selbst entwertenden oder überkritischen Patient:innen, die Fortschritte nicht wahrnehmen, stellt für die meisten Psychotherapeut:innen eine große Herausforderung dar. Oft werden eigene Schemata aktiviert, Unsicherheit entsteht und nicht immer wird ein sinnvolles therapeutisches Vorgehen eingehalten. Im Workshop wird der Umgang mit Persönlichkeitsstörungen vertieft, es werden schwierige Situationen demonstriert. Es können eigene Behandlungserfahrungen eingebracht, das Repertoire erweitert und damit mehr therapeutische Sicherheit erlangt werden.
WS 1 + 5: Dr. phil. Andrea Keller
WS 2: Dr. med. Bastian Willenborg
WS 3: Dr. phil. Dorothee Halcour
WS 4 und Selbsterfahrung: Dipl. Psych. Corinna Glausch
Weitere Dozent:innen und Supervisor:innen
Dr. Elmer Goudsmit
Dr. Susan Mehraein
Dr. Ute Nowotny-Behrens
Literatur und Links
https://schematherapysociety.org/page-19653
https://schematherapysociety.org/Certification
https://schematherapysociety.org/Books
Arntz, A., van Genderen, H. (2010). Schematherapie bei Borderline- Persönlichkeitsstörung. Weinheim: Beltz.
Faßbinder, E., Schweiger, U., Jacob, G. (2011). Therapie-Tools Schematherapie. Weinheim: Beltz.
Jacob, G.A., Arntz, A. (2011). Schematherapie in der Praxis. Weinheim: Beltz.
Roediger, E. (2009). Praxis der Schematherapie. Stuttgart: Schattauer.
Roediger, E., Jacob, G. (2011). Fortschritte der Schematherapie. Göttingen: Hogrefe.
Young, JE, Kosko, JS, Weishaar, ME (2005). Schematherapie. Ein praxisorientiertes Handbuch. Paderborn: Junfermann.
Zens, C., Seebauer, L. (2019). Imagination In der Schematherapie. Verhaltenstherapie & Verhaltensmedizin, 40 (1), 41-58